Der VK:KIWA:Blog

  • KI-basierte Tools beim wissenschaftlichen Schreiben

    Sarah Brommer & Stephanie Heimgartner

    Der Beitrag schildert explorativ Erfahrungen aus zwei Seminaren, in denen Studierende KI-Tools beim wissenschaftlichen Schreiben nutzten, den Einsatz dokumentierten und Vor- und Nachteile des Schreibens mit KI-Tools evaluierten – angefangen von der Literaturrecherche über das Verarbeiten von Literatur und Schreiben des Textes bis zum Überarbeiten. Aus den Erkenntnissen lassen sich Schlüsse für die künftige Entwicklung von Schreibprozessen wie auch für die (hochschulische) Schreibdidaktik ziehen. Ohne breiter angelegter empirischer Forschung vorgreifen zu wollen, schließt der Beitrag mit kurzen Empfehlungen für alle Lehrenden, die KI im Kontext wissenschaftlichen Schreibens in der Hochschullehre einsetzen wollen.

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  • Intelligible Texturen

    Jan Georg Schneider

    Der Beitrag untersucht, welche Rolle ChatGPT bei der Aufsatzbewertung spielen kann. Anhand von Textausgaben von GPT3.5 und GPT4 wird geprüft, wie eng der Bezug zwischen maschinell generierter Notenbegründung und bewertetem Aufsatz ist – insbesondere, ob der Chatbot sprachlich-stilistische, logische und sachlich-referentielle Fehler erkennen und unterscheiden kann. Ziel ist zu klären, ob ChatGPT eine Notenbegründung „leistungsgleich ersetzen“ (Janich) oder zumindest deren Formulierung unterstützen kann. Die übergeordnete, auf andere Textsorten und Sprachspiele übertragbare Frage lautet: Kann die massenhafte syntaktische Exemplifikation von Wörtern in Trainingskotexten die mangelnde Referentialität von ChatGPT irgendwann kompensieren?

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  • KI-Text in Prüfungsarbeiten erkennen

    Matthis Kepser

    An Schulen und Hochschulen häufen sich Prüfungsarbeiten, bei denen Lehrende KI-Generierung vermuten. Zwei Methoden zur Überprüfung bieten sich an: der Einsatz von Detection-Tools wie GPT Radar und die manuelle Analyse typischer KI-Merkmale. Beide Ansätze sind fehleranfällig, liefern aber kombiniert eine plausible Beurteilungsgrundlage. Da sich KI-Textgeneratoren und Detection Tools ständig weiterentwickeln, müssen Lehrkräfte wachsam bleiben. Zudem versuchen Schüler und Studierende, KI-generierte Texte gezielt zu verschleiern, um die Erkennung zu erschweren.

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  • Die Argumentationsfähigkeit der Studierenden mit Hilfe von KI-Schreibtools entwickeln

    Bärbel Bohr, Mirjam Daum & Jessica Schulze-Bentrop

    Auf der Gründungskonferenz des VK:KIWA im März 2023 hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die das Potenzial von KI-Schreibwerkzeugen zur Förderung der Argumentationsfähigkeit im wissenschaftlichen Schreiben an Hochschulen untersucht. Der Einsatz dieser Tools soll verantwortungsbewusst und kritisch erfolgen und dient dem Ziel, das Feedback für die Studierenden zu individualisieren und formativ zu gestalten. Zu diesem Zweck möchte die Arbeitsgruppe einen Leitfaden für interessierte Lehrpersonen entwickeln.

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  • KI-Sprachtools als Chance für Sichtbarkeit und Relevanz von Schreibzentren

    Isabella Buck

    Wenn KI-Sprachwerkzeuge Studierende beim Schreiben wissenschaftlicher Texte unterstützen, führt dies in einer dystopischen Perspektive dazu, dass Schreibzentren und Schreibberatung sinnlos werden. Viel wahrscheinlicher ist jedoch ein positiveres Szenario: Schreibzentren sind prädestiniert dafür, an Hochschulen als zentrale Akteurinnen an konkreten Lösungen für einen sinnvollen, verantwortungsbewussten Einsatz von KI-Schreibwerkzeugen in Studium und Lehre mitzuarbeiten, da Schreibzentren aufgrund ihrer Expertise überzeugende Antworten auf Fragen haben, die Hochschulleitende wie Lehrende in Anbetracht der technologischen Transformationen derzeit umtreiben. Insofern sind die aktuellen Entwicklungen eine große Chance für die Sichtbarkeit und strategische Positionierung von Schreibzentren – wodurch am Ende wiederum auch die Bedeutung von Schreibberatung gestärkt…

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  • Rechtsgutachten zu KI-basiertem Schreiben an Hochschulen

    Nadine Lordick & Peter Salden

    Rechtliche Fragen zur Nutzung textgenerierender KI wie ChatGPT beschäftigen Hochschulen zunehmend: Wer gilt als Urheber:in eines KI-generierten Textes? Muss die Nutzung in prüfungsrelevanten Arbeiten gekennzeichnet werden? Das Projekt KI:edu.nrw am Zentrum für Wissenschaftsdidaktik der Ruhr-Universität Bochum ließ diese Fragen nun erstmals ausführlich von Prof. Dr. Thomas Hoeren (Universität Münster) rechtlich bewerten. Zwar herrscht dadurch mehr rechtliche Klarheit, doch die Hochschulen müssen sich weiterhin mit den didaktischen Konsequenzen KI-gestützten Schreibens auseinandersetzen.

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  • Zur Frage einer prozessorientierten Bewertung schriftlicher Prüfungsleistungen

    Isabella Buck, Hendrik Haverkamp, Anika Limburg, Nadine Lordick, Kirsten Schindler & Nicolaus Wilder

    Der Einsatz textgenerierender KI in Schule und Hochschule wirft Bedenken hinsichtlich der Bewertung schriftlicher Arbeiten auf. Deshalb wird oft ein Wandel von der Produkt- zur Prozessbewertung gefordert. Dieser Ansatz stellt jedoch eine Herausforderung für die Benotung dar, da Schreibprozesse individuell verschieden sind und unvollständige, fehlerhafte Zwischenprodukte ein eigenes Lern- und Bildungspotential besitzen. Zudem muss die Rolle der Lehrkraft klar definiert werden, damit die Lernmöglichkeiten der Studierenden trotz veränderter Bewertungslogik erhalten bleiben.

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